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Breitbandausbau

Eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau in Puchheim – Bürgerinformation

Im Stadtgebiet Puchheim werben derzeit mehrere Telekommunikationsunternehmen für einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau. In diesem Zusammenhang sind bei der Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen verstärkt Anfragen eingegangen.

Im Rahmen der zweiten Markterkundung der Stadt Puchheim Ende 2020, die zur Teilnahme an der Gigabitrichtlinie (BayGibitR) des Freistaates Bayern zur Förderung des Breitbandausbaus erforderlich war, hatte zunächst kein Telekommunikationsunternehmen Interesse an einem eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Puchheim bekundet. Inzwischen sind mehrere Telekommunikationsunternehmen im Stadtgebiet unterwegs, um bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie den ansässigen Unternehmen für ihren eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau zu werben und neue Verträge abzuschließen.

Der freie Markt sieht vor, dass Telekommunikationsunternehmen jederzeit eigenwirtschaftlich ausbauen dürfen. Im Telekommunikationsgesetz ist die Nutzung von Verkehrswegen für die den öffentlichen Zwecken dienenden Telekommunikationslinien verankert. Im Rahmen seiner Zustimmung entscheidet der Wegebaulastträger – in diesem Fall die Stadt Puchheim – über das „Wie“ der unentgeltlichen Nutzung von Verkehrswegen für Telekommunikationslinien, jedoch nicht über das „Ob“.

Die Stadtverwaltung Puchheim ist bemüht, diese Telekommunikationsunternehmen an einem „Runden Tisch“ von einem koordinierten Ausbau zu überzeugen. Aufeinanderfolgende Bauarbeiten durch wiederholte Eingriffe in den Straßenkörper im Rahmen der Verlegung von Glasfaserleerrohren der verschiedenen Anbieter liegen nicht im öffentlichen Interesse. Es ist daher ein großes Anliegen der Stadt, dass die Behinderungen und Beeinträchtigungen der Bürger:innen auf ein Mindestmaß reduziert werden.

 

Jetzt geht’s los! Informationen zum Start des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus der Marke teranet in Puchheim

Der erste Spatenstich zum eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Puchheim-Ort ist bereits im Juni erfolgt – nun werden die Planungen für das Glasfasernetz Stück für Stück umgesetzt.

Zunächst erfolgt der Ausbau der Haupttrassen des Glasfasernetzes, weshalb der Eindruck entstehen kann, dass die Tiefbaufirma unverrichteter Dinge am geplanten Anschlussbereich vorbeizieht. Dieses Vorgehen entspricht jedoch dem planmäßigen Ausbauprozess. In den nächsten Monaten werden die Baumaßnahmen auch in den Anschlussbereichen beginnen, die an die Haupttrasse angrenzen.

Die Tiefbauarbeiten, die auf öffentlichem Grund stattfinden, werden nicht explizit angekündigt.

Für Bauarbeiten, die auf privatem Grund stattfinden sollen, werden sich die beteiligten Tiefbaufirmen zeitnah vor Beginn der Bauarbeiten zur Terminabstimmung mit den jeweiligen Eigentümer:innen bzw. den Anwohner:innen der Privatgrundstücke in Verbindung setzen und sie über den Ablauf der Bauarbeiten informieren. Sollten die Mitarbeiter:innen der Tiefbaufirma die Betroffenen nicht erreichen, werden die entsprechenden Kontaktdaten mit der Bitte um Kontaktaufnahme im Briefkasten hinterlassen.

Spätestens zwei Wochen vor dem Start der Baumaßnahmen wird die zuständige Tiefbaufirma auf die Eigentümer:innen und Bewohner:innen des Anschlussbereichs zukommen und vor Ort den Verlauf und die optimale Lage der Hauseinführung besprechen und protokollieren. Schwerpunkt der Baumaßnahmen auf den betroffenen Grundstücken ist zunächst das Verlegen des Leerrohrs bis an die für den Hausdurchbruch vorgesehene Stelle.

Verbindliche Aussagen über den Zeitpunkt der Fertigstellung einzelner Anschlüsse können noch nicht getroffen werden.

Fragen und Unklarheiten können bei der teranet unter folgender Telefonnummer beantwortet werden: 0431 80649649. Die Telekom betreffende Nachfragen können unter folgender Hotline gestellt werden: 0800 22 66 100.

Historie des Glasfaserausbaus in Puchheim:

Eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau für Puchheim – Erste Baumaßnahmen im Frühjahr 2022

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau für Puchheim wurde in einer Pressemitteilung des Unternehmens GVG Glasfaser GmbH im Januar bestätigt. Die Vermarktungsquote beträgt über 40 Prozent und der Glasfaserausbau mit der Marke teranet wird umgesetzt. Nach der Feinplanung sind erste Baumaßnahmen im Frühjahr 2022 zunächst in Puchheim-Ort geplant.

Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen haben weiterhin die Möglichkeit, sich an das neue Glasfasernetz anschließen zu lassen. Unter der Rufnummer 0431 80649649 oder online auf der Webseite www.teranet.de können Beratungstermine vereinbart oder der Glasfaseranschluss online bestellt werden.

Vorvermarktung zum eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau im Sommer 2021

Für den eigenwirtschaftlichen, flächendeckenden Ausbau eines hochmodernen und leistungsstarken Glasfasernetzes in ganz Puchheim. Die GVG Glasfaser GmbH startete am 1. Juli 2021 die Vorvermarktung für die Glasfaserprodukte der Marke teranet.

Die GVG-Gruppe sieht für Puchheim den Bau eines sogenannten FTTH-Netzes (fiber to the home) vor. Dabei werden die Glasfasern direkt bis ins Gebäude – und auf Wunsch sogar bis in jede Wohn- oder Gewerbeeinheit – gelegt. Jeder Kunde erhält also genau die Leistung, für die er auch bezahlt und muss sich keine Bandbreiten mit den Nachbarn teilen. Auch die Entfernung zu Verteilerkästen wirkt sich nicht mehr auf die Bandbreite aus.

Teilnahme an der Gigabitrichtlinie (BayGibitR) des Freistaates Bayern im Frühjahr 2020

Ab März 2020 konnten Kommunen in das Verfahren starten. Puchheim ist daraufhin gleich im Frühjahr in das Förderprogramm eingestiegen. Für das Erschließungsgebiet wurde die aktuelle Versorgung mit Breitbandnetzen anhand der Download- und Upload Geschwindigkeiten, die das vorhandene Netz zuverlässig bieten kann, sowie die dafür eingesetzte Technologie ermittelt.

Die Teilnahme an der Gigabitrichtlinie des Freistaates Bayern ist aufgrund des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus durch die GVG Glasfaser GmbH ausgesetzt worden.

Schnelles Internet für Puchheims städtische Schulen und das Rathaus im Winter 2019 beschlossen

In der Planungs- und Umweltausschusssitzung der Stadt Puchheim am 10. Dezember 2019 wurde die Stadtverwaltung beauftragt, den Glasfaserausbau im Rahmen der Erweiterung der Richtlinie von Glasfaseranschlüssen für öffentliche Schulen und Rathäuser (GWLANR) in Puchheim zu veranlassen.

Auch die Teilnahme am an der GWLAN-Richtlinie des Freistaates Bayern ist für den Zeitraum der Vorvermarktung für den aufgrund des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus durch die GVG Glasfaser GmbH eingestellt worden.

Einstieg in das Förderverfahren des Freistaats Bayern gemäß der Breitbandrichtlinie (BbR) im Sommer 2019:

Die Ergebnisse des im Rahmen des Bundesförderprogramms erstellten Masterplans (siehe unten „Förderverfahren des Bundes zum Breitbandausbau“) zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Stadtgebiet Puchheim haben unter anderem die Ermittlung von 49 Hausadressen (entspricht ca. 1% aller Hausadressen in Puchheim) vorwiegend im Emil-Sollinger-Weg und im Christine-Zeiske-Weg in Puchheim-Ort ergeben, für die keine NGA[1]-Versorgung im Sinne der Leitlinien der Europäischen Kommission[2] vorhanden ist und auch in den kommenden drei Jahren durch eigenwirtschaftliche Investitionen der Netzbetreiber nicht errichtet wird. Die Adressen liegen auch nach dem eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Telekom AG noch teilweise weit unter einer Bandbreite von 30 Mbit/s und sind damit unterversorgt. Für diese sogenannten „weißen NGA-Flecken“ entschied sich der Stadtrat im Juni 2019 für eine weitere Teilnahme am verlängerten Bayerischen Förderverfahren zum infrastrukturellen Ausbau.

Die daraufhin erneut durchgeführte Markterkundung blieb erfolglos, da aufgrund des relativ kleinen Erschließungsgebietes die Wirtschaftlichkeit für die Telekommunikationsunternehmen nicht gewährleistet war:

[1] Next-Generation-Access

[2] In der Digitalen Agenda wurde das Ziel von Europa 2020 bekräftigt, sicherzustellen, dass bis 2020 alle Europäer Zugang zu deutlich höheren Internetgeschwindigkeiten von über 30 Mbit/s bekommen und mindestens 50 % aller europäischen Haushalte Internetzugänge mit über 100 Mbit/s haben.

Giga-Netz für Gewerbegebiet Nord Ende 2019

Auf die Nachfrage des Düsseldorfer Kommunikationskonzerns Vodafone unter den im Gewerbegebiet Nord ansässigen Unternehmen haben sich mehr als die notwendigen 40 Prozent für einen Glasfaserausbau entschieden. Seit Ende 2019 haben Unternehmer und Hauseigentümer des Gewerbegebiets Nord in Puchheim damit die Möglichkeit, mit Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Up- und Download an das Internet angeschlossen zu werden.

Förderverfahren des Bundes zum Breitbandausbau 2017

Im Zuge des Bundesförderprogramms für die Verbesserung des Breitbandausbaus wurde der Stadt Puchheim Ende 2017 eine Zuwendung von 50.000 Euro für Planungs- und Beratungsleistungen zur Erstellung eines Masterplans bewilligt. Um die aktuelle Situation über die Leistungsfähigkeit der bestehenden Telekommunikationssysteme im gesamten Verwaltungsbereich der Kommune zu erkennen und zu bewerten sowie notwendige Maßnahmen bzw. zu erwartende Kosten abzuleiten, wurden alle Randbedingungen in einem Masterplan zusammengefasst und ausgewertet. Dafür wurde zunächst ein zweites Markterkundungsverfahren durchgeführt (s. Dokument Zweites Markterkundungsverfahren). Der Masterplan wurde im Herbst 2018 fertig gestellt und dient als Grundlage für weitere Schritte auf dem Weg zur besseren Breitbandversorgung.

Förderverfahren des Freistaates Bayern zum Breitbandausbau 2016

Im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms hat die Stadt Puchheim 2016 eine genaue Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Breitbandversorgung (s. Karte Ist-Zustand) sowie eine Markterkundung durchgeführt. Daraufhin hat die Telekom Deutschland GmbH einen eigenwirtschaftlichen Ausbau mittels der Vectoring-Technik angemeldet. Dabei wird auf den Strecken zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Multifunktionsgehäusen die Kupferverbindung auf Glasfaser umgerüstet. So wird die Entfernung der Glasfaser zu den Endkunden verringert. Das heißt, fast im gesamten Stadtgebiet wurde bis Ende des Jahres 2019 über aufgerüstete Kupferkabel eine Bandbreite von mind. 50Mbit/s bis zu 250Mbit/s zur Verfügung gestellt. Demnach liegen fast keine Erschließungsgebiete mehr vor, die unter der Verfügbarkeit der vorgeschriebenen 30Mbit/s liegen und damit im Rahmen des bayerischen Förderprogramms förderfähig sind (s. Karte Ergebnis Markterkundung). Auch der Nahbereich um den Hauptverteiler wurde, gemäß der aktuellen Regulierungsverfügung durch die Bundesnetzagentur, eigenständig durch den Betreiber Telekom Deutschland GmbH im gleichen Zeitraum mit mindestens 50 Mbit/s versorgt.

Stand November 2022.

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