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Was wird das neue Jahr wohl bringen?

Liebe Puchheimerinnen, liebe Puchheimer,

es ist ein guter Brauch, dass wir uns zum Jahreswechsel ein gutes neues Jahr wünschen. Und gerne und aufrichtig wünsche ich Ihnen, liebe Puchheimerinnen und Puchheimer, dies auch. Irgendwie nehmen wir den Beginn des neuen Jahres als Anlass dafür, den Lauf der Dinge, die persönlichen Gewohnheiten oder das Schicksal positiv beeinflussen zu wollen. Das ist zwar ein bisschen willkürlich gewählt und viele Kulturkreise feiern an ganz anderen Terminen, aber für uns hier ist es gesetzlich so geregelt und sogar mit Feiertagen belohnt.

Und regelmäßig fragen wir uns dann am 1. Januar „Was wird das neue Jahr wohl bringen?“ Die bereits laufenden Planungen für die Stadt werden fortgesetzt. Das betrifft die Großprojekte wie Stadtmitte, Umgestaltung der Lochhauser Straße, Wettbewerb Alpenstraße sowie die Sanierung der Mittelschule, der Laurenzer Grundschule und der Feuerwehr Puchheim-Ort.

Bei vielen Projekten werden wir zum Abschluss kommen, zum Beispiel bei der barrierefreien WC-Anlage am Grünen Markt. Bei anderen werden wir weitermachen, zum Beispiel bei den barrierefreien Bushaltestellen und wir werden neue Maßnahmen starten, zum Beispiel die Sanierung der Lagerstraße.

Wohin wir auf jeden Fall all unsere guten Wünsche schicken, ist der leidliche Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur. Ob es etwas nützt?

Es wird wieder ein Volksfest geben und auch der Bürgerempfang und das Stadtfest fallen in das Jahr 2026. Die „große Neuerung“ wird aber die Kommunalwahl im März bringen, weil hier nicht nur ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gewählt wird, sondern auch der Stadtrat neu zusammengesetzt wird. Ich bin zwar optimistisch, dass beides gut klappen wird, aber ich wünsche mir schon eine Zusammensetzung, die die Geschicke der Stadt in den nächsten sechs Jahren vernünftig und konstruktiv bestimmt. Selbstverständlich ist das erstmal nicht.

Was sich in den übergeordneten Ebenen Deutschland, Europa und Weltpolitik ereignet oder ändert, lässt sich eigentlich überhaupt nicht vorhersehen. Ob bei uns die Wirtschaft wieder anzieht, ob die Regierungskoalition zusammenhält, ob der parteipolitische Rechtsruck sich zurückdrängen lässt, das sind alles Trends, die so oder so laufen können. Und ob es zu einem Kriegsende in der Ukraine kommt oder woanders neue Kriege ausbrechen, ist angesichts aktueller Veränderungen und autokratischer Tendenzen in der Weltpolitik noch unberechenbarer geworden als je zuvor.

Vielleicht helfen zur Einordnung ja ein paar schlaue Sprüche wie zum Beispiel „Das neue Jahr kann kommen, das letzte hat uns abgehärtet“. Oder „Uns allen wünsche ich, dass das nächste Jahr nur halb so bescheuert wird wie das alte“. Am besten trifft es wohl Theodor Fontane: „Ein neues Buch. Ein neues Jahr. Was werden die Tage bringen? Wird es werden, wie es immer war? Halb scheitern, halb gelingen?“

Wenn also die Hälfte und vielleicht sogar ein bisschen mehr gelingt, dann können wir doch schon zuversichtlich in das neue Jahr schauen. Mit diesem Optimismus wünsche ich Ihnen persönlich ein gelingendes 2026. Bleiben oder werden Sie gesund! Mögen Sie von Schicksalsschlägen bewahrt sein und lassen Sie sich ab und zu vom Glück überraschen. Ein gutes neues Jahr 2026!

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Seidl

Erster Bürgermeister


Der Bürgerbrief des Ersten Bürgermeisters erscheint monatlich im städtischen Mitteilungsblatt Puchheim aktuell. Die Bürgerbriefe der Vormonate können Sie in den Online-Ausgaben im Digitalkiosk des Münchner Merkur lesen. 

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