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Stadträte von Germering und Puchheim geben grünes Licht für nächsten Schritt im Geothermievorhaben

Das gemeinsame Geothermieprojekt Zukunftswärme M West (ZMW) der Stadtwerke München und den Städten Germering und Puchheim geht in die nächste Phase. Mit großer Mehrheit beschlossen die Stadträte aus Germering und Puchheim in parallel stattfindenden Stadtratssitzungen die vertiefte Prüfung von fünf Schwerpunktclustern. Ziel ist, den optimalen Standort für den Bau der Geothermieanlage zu identifizieren.

Daniel Liebetruth, Oberbürgermeister von Germering: „Eine zuverlässige und bezahlbare Wärmeversorgung ist ein elementarer Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Für uns steht fest: Wir wollen unsere Bürgerinnen und Bürger verlässlich und langfristig vor unkalkulierbaren Energiepreisen schützen. Mit der Geothermie nehmen wir diese Verantwortung direkt vor Ort selbst in die Hand. Die jetzt anstehende, sorgfältige Standortprüfung stellt sicher, dass wir diesen Weg mit größtmöglicher Transparenz und zum besten Wohl unserer Stadtgemeinschaft gehen.“

Thomas Hofschuster, Bürgermeister von Puchheim: „Geothermie bietet uns die Chance, die Wärme vor Ort zu gewinnen und die vorhandenen Potenziale gemeinsam über Stadtgrenzen hinweg zu nutzen. Der mehrheitliche Beschluss gibt uns den klaren Auftrag, diesen regionalen Weg konsequent weiterzuverfolgen.“

Guido Schüre, Leiter Erneuerbare Energien in der Region bei den Stadtwerken München: „Die Energiewende gelingt nur gemeinsam. Gerade bei der Geothermie zeigt sich, wie wichtig eine enge kommunale Zusammenarbeit ist: Wenn Städte ihre Potenziale bündeln, Verantwortung teilen und Entscheidungen gemeinsam vorbereiten, schaffen wir die Grundlage für eine verlässliche und bezahlbare Wärmeversorgung in der Region.“

Vorauswahl möglicher Prüfflächen

Im Auftrag der ZMW bewertet das Fraunhofer IEG, unabhängig, wissenschaftlich und praxiserfahren mögliche Standorte für die geplante Geothermieanlage.

In der ersten quantitativen Bewertungsstufe wurden rund 240 Flurstücke, die sich in kommunalem Besitz befinden, anhand einheitlicher Ausschluss- und Bewertungskriterien analysiert. Berücksichtigt wurden beispielsweise Größe und Zuschnitt der Flächen, der Abstand 
zur Wohnbebauung, Schutzgebiete und bestehende Nutzungen sowie die Verkehrs- und Fernwärmeanbindung. Flächen, die grundlegende Anforderungen nicht erfüllen, wurden nicht weiter betrachtet. Aus diesen rund 240 Flurstücken wurden nun fünf Schwerpunktcluster identifiziert, innerhalb dieser sich das Geothermievorhaben realisieren ließe. Die Flächen liegen in Germering, Puchheim und München.

„Ein besonderer Dank gilt dem Fraunhofer IEG, das uns mit großer fachlicher Expertise und einem transparenten, wissenschaftlich fundierten Verfahren durch diesen wichtigen Prozess begleitet", äußert sich Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZMW, im Rahmen der Stadtratssitzung.

Zweite Bewertungsstufe bis Frühjahr 2027

Aufgrund des mehrheitlichen Votums kann nun die zweite Bewertungsstufe starten. Dazu untersucht die Fraunhofer IEG die fünf ausgewählten Cluster in den kommenden Monaten deutlich detaillierter. Entscheidend ist, ob die Anlage technisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll ist und sich mit Mensch und Natur vereinbaren lässt.

So sollen die jeweiligen Stärken und Herausforderungen der fünf Schwerpunktcluster transparent gegenübergestellt werden. Ziel ist es, herauszuarbeiten, welches der Cluster unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren insgesamt die besten Voraussetzungen bietet, um das gemeinsame Geothermieprojekt umzusetzen. Nach aktuellem Projektplan soll die vertiefte Bewertung im Frühjahr 2027 abgeschlossen werden und dann erneut in einer Stadtratssitzung öffentlich vorgestellt werden.

Um in der Zwischenzeit die Anliegen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen, finden Ende November Sprechstunden statt. Interessierte haben dort die Gelegenheit, sich über das Projekt zu informieren, Fragen zu stellen und mit den Verantwortlichen in den Dialog zu treten. Die Termine sind am 26. November in Germering und am 30. November in Puchheim. Genauere Informationen werden zeitnah über die Websites der beiden Städte sowie der ZMW veröffentlicht.

Eine Presseinformation der Zukunftswärme M West GmbH vom 28. Oktober 2026.

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