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Integrales Hochwasserschutzkonzept Starzelbach, Ascherbach, Gröbenbach

Im Jahr 2017 entschlossen sich die Städte Olching und Puchheim sowie die Gemeinden Alling, Eichenau und Gröbenzell dazu, gemeinsam ein integrales Hochwasserschutzkonzept für die Gewässer dritter Ordnung, Starzelbach, Ascherbach und Gröbenbach erstellen zu lassen. Die Koordination der Arbeitsgemeinschaft übernahm der AmperVerband.

Ziel der Studie war es, aufzuzeigen, wie der Hochwasserschutz für die im ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet benannter Gewässer wohnenden Menschen, unter Zugrundelegung des Überschwemmungsrisikos HQ100 (+15% Klimazuschlag) und HQextrem, signifikant verbessert werden kann (Leistungsumfang analog der Leistungsphasen 1 und 2 des Leistungsbildes Ingenieurbauwerke).

Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Planungsgemeinschaft CDM Smith Consult und Arnold Consult den Zuschlag. Die Planungsgemeinschaft verpflichtete sich, auf Basis der Richtlinien für die Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben ein maximal förderfähiges integrales Hochwasserschutzkonzept zu erstellen. Mögliche Lösungsvarianten berücksichtigen dabei alle drei Handlungsfelder des Hochwasserschutzes: natürlicher Rückhalt, technischer Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge. Die Bearbeitung erfolgte in enger Abstimmung mit den Umweltämtern der beteiligten und angrenzenden Kommunen. Das Wasserwirtschaftsamt München sowie die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg sowie der Stadt München standen beratend zur Seite. Die Öffentlichkeit wurde via Pressemitteilungen und Informationsveranstaltungen der beteiligten Kommunen über Zwischenergebnisse informiert.

Die Studie untersucht im Wesentlichen drei Konzeptvarianten und eine Untervariante miteinander (R0, KV1, KV2, KV2a) und stellt diese dem Ist-Zustand gegenüber. Die Varianten beinhalten u.a. sechs Rückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von ca. 1 Mio m3 und zwei Drosselbauwerke zur Aktivierung des natürlichen Rückhalts. Somit soll ein möglichst großer Rückhalt von Hochwasser außerhalb der gefährdeten Ortslagen erreicht werden. Das weitgehend flache Einzugsgebiet charakterisiert sich dabei durch ausgedehnte, ehemalige Moorflächen, die heute überwiegend intensiv landwirtschlich genutzt werden. Für die einzelnen Varianten wurden Nutzen-Kosten-Berechnungen angestellt. Variante KV2a weist das höchste Nutzen-Kosten-Verhältnis auf (3,58).

Die koordinative Tätigkeit des AmperVerband endet mit Übergabe der Studie an die beteiligten Kommunen am 19.10.2021.

Veröffentlicht im Oktober 2021 (aus einer Pressemitteilung des AmperVerbands).

Typ Dokument (Dateiname) Dateigröße
Kennzahlen des Hochwasserschutzkonzepts 642,2 KB
Übersichtskarte Variante KV2a 639,3 KB
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