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PUCHHEIMS PULS - Preis für gesellschaftliches Engagement

Gruppenbild im Sitzungssaal des Rathauses

Am 23. April 2026 fand im Puchheimer Rathaus der Festakt zum Engagementpreis PUCHHEIMS PULS 2025 mit offizieller Preisverleihung statt. Erster Bürgermeister Norbert Seidl begrüßte die rund 50 Gäste im festlich hergerichteten Sitzungssaal. Seit 2017 zeichnet die Stadt Puchheim mit diesem Preis besonderes Engagement in und für Puchheim aus. Geehrt wurden in der Kategorie „Ehrenamt“ die Puchheimer Radlwerkstatt, in der Kategorie „Alltag“ Georg Birner und in der Kategorie „Beruf & Betrieb“ Donata Schreiber. Mitglieder der Jury PUCHHEIMS PULS 2025 hielten die Laudationes: Franziska Baumann, Peter Münster sowie Lena Jakat. Bürgermeister Seidl übergab den Preisträgerinnen und Preisträgern ihre Urkunden, Pokale und Preisgelder.

Unter dem Titel „Engagement braucht Struktur“ erörterte Erster Bürgermeister Seidl in einem Podiumsgespräch mit Michèle Rotter, Geschäftsführerin der Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement (FöBE) in München Fragen rund um die Förderung von Ehrenamt. Wichtig seien in diesem Zusammenhang vertrauensvolle Kommunikation, Flexibilität und Vernetzung. Ehrenamt verändere sich. Menschen suchten heute eher projekthaftes Engagement in „Communities“ als ein Ehrenamt in Vereinen. Öffentlichkeitsarbeit und Anerkennung seien wichtig, um Menschen für ein freiwilliges Engagement zu gewinnen.

In seiner Ansprache „Gemeinsam den Puls der Stadt stärken“ betonte der scheidende Bürgermeister, dass Ehrenamt zwar freiwillig aber nicht zufällig sei. Im Haus der Begegnung im Aubinger Weg habe man die Aktivierung des Ehrenamts verortet. Ein nächster Schritt zur Stärkung des Engagements in Puchheim sei der Aufbau einer Puchheim Stiftung, bei der sich die Bürgerinnen und Bürger zum Wohle der Stadt und ihrer Menschen beteiligen und einbringen können. „Lassen Sie uns gemeinsam diese Stiftung lebendig und aktiv werden lassen“, so Seidl.

Mit einem Eintrag ins Buch der Stadt endete der offizielle Teil des Festaktes und der Abend klang bei Fingerfood, Getränken und angeregten Gesprächen gemütlich aus. Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier mit Musik des Streicher-Quartetts Celia mit Dengl, Miriam Herrscher, Eleonore Knaupp und Amelie Krumpholz.

Foto: Erster Bürgermeister Norbert Seidl mit den Preisträgerinnen und Preisträgern und Laudator:innen (v.l.): Franziska Baumann, Lena Jakat, Donata Schreiber, Andrea Teusch (stellvertretend für Georg Birner), Peter Münster sowie Abdullah Keheet, Peter Moraweck und Hermann Bopp von der Radlwerkstatt und Michèle Rotter

Portraitfoto von Bern Moraweck

Die Preisträgerinnen und Preisträger von PUCHHEIMS PULS 2025

Der Preis in der Kategorie „Ehrenamt“ ging an das Team der Puchheimer Radlwerkstatt. Gegründet wurde die Werkstatt als Teil des Asylhelferkreises im Jahr 2016 unter der Leitung von Bernd Moraweck. Mit großem Einsatz renovierte er die Kellerräume in der Alten Schule und richtete sie als Werkstatt und Lager ein. Seitdem repariert ein festes Kernteam Fahrräder und verlangt lediglich die Materialkosten. Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit für Gespräche, erklären Reparaturschritte, vermitteln Wissen und fördern so Selbstständigkeit und Nachhaltigkeit. Die Radlwerkstatt steht für gelebte Nachbarschaftshilfe, Umweltbewusstsein und soziales Miteinander.

Foto: Preisträger Bernd Moraweck für das Team der Puchheimer Radlwerkstatt

Portraitfoto von Georg Birner mit Blumenstrauß

Preisträger in der Kategorie „Alltag“ ist Georg Birner. Er kümmert sich seit 19 Jahren mit außerordentlichem Engagement um seine geistig behinderte Enkelin, die seit ihrer Geburt an Epilepsie erkrankt ist. Er betreut sie regelmäßig an Nachmittagen und am Wochenende in mehrstündigem Umfang. Er spielt mit ihr, erzählt ihr Geschichten und bereitet ihr das Abendessen zu. Viele Jahre lang ist er jeden Samstag mit ihr in regionalen Überlandbussen umhergefahren, um ihr die Umgebung zu zeigen. Der Einsatz des inzwischen 84-Jährigen für seine Enkelin ist ein herausragendes Beispiel für generationenübergreifende Unterstützung.

Foto: Preisträger Georg Birner

Portraitfoto von Donata Schreiber

In der Kategorie „Beruf & Betrieb“ wurde der Preis an Donata Schreiber verliehen. Frau Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als Kassiererin bei einem Supermarkt im Puchheimer Stadtteil Planie. Dabei schafft sie eine Atmosphäre der Wertschätzung und des vorbehaltlosen Miteinanders und zeigt Freundlichkeit und Respekt gegenüber allen Menschen in ihrer Vielfalt. Frau Schreiber hilft Müttern mit kleinen Kindern, hat Geduld mit alten Menschen und begleicht gelegentlich sogar kleinere Beträge aus eigener Tasche. Sie gibt Tipps und Ratschläge und bringt auch mal Lebensmittel zu Menschen nach Hause, wenn sie sie nicht selber tragen können. Für Frau Schreiber ist ihr Beruf im besten Sinne des Wortes zur Berufung geworden.

Der offizielle Festakt zu PUCHHEIMS PULS mit der Verleihung der Urkunden, Preisgelder und Pokale findet im April 2026 statt.

Foto: Preisträgerin Donata Schreiber

Gruppenbild mit den Mitgliedern der Jury in der Stadtbibliothek Puchheim

Für den Engagementpreis PUCHHEIMS PULS 2025 der Stadt Puchheim konnten die Bürgerinnen und Bürger bis zum 31. Oktober 2025 Vorschläge einreichen. Am 12. November 2025 traf die eigens dafür berufene, unabhängige Jury zusammen und entschied aus den insgesamt 14 eingereichten Vorschlägen über die Vergabe des Preises. Im Fokus stehen bei PUCHHEIMS PULS das Zusammenleben und Miteinander der Zivilgesellschaft. Gesucht werden Menschen oder Institutionen, die vorbildhaft handeln, anderen direkt helfen, sich mit großem Nutzen und hoher Nachhaltigkeit engagieren oder besonders innovativen und wirksamen Einsatz zeigen. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: Ehrenamt, Alltag, Beruf & Betrieb.

Foto: Die Jury für die Vergabe von PUCHHEIMS PULS 2025 (v.l.): Peter Münster, Christine Cröniger, Lena Jakat, Norbert Seidl, Franziska Baumann, Dr. Michael Brinkschröder und Sophia Drexler

Typ Dokument (Dateiname) Dateigröße
Vorschlagsformular PUCHHEIMS PULS 1,7 MB
Richtlinien PUCHHEIMS PULS 162 KB
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