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Saatkrähenmonitoring 2018 – Begleituntersuchung fertiggestellt

Ende des 19. Jahrhunderts lebten in Bayern ca. 10.000 Saatkrähen-Brutpaare, im Jahr 1955 waren es nur noch 600. Die Ursachen hierfür sind in den Veränderungen in der Landwirtschaft, der zunehmenden Besiedlung von Flächen und dem damit verbundenen Schrumpfen des geeigneten Lebensraums sowie der Bejagung zu suchen. Erst seit der Unterschutzstellung der Singvögel durch das Bundesnaturschutzgesetz (§ 44 Abs. 1 BNatSchG) im Jahr 1977 kam es wieder zu einem Anwachsen der Population auf ca. 11.200 Brutpaare (2017). Problematisch ist dabei, dass die Brutgebiete, die sich ursprünglich in offenen Landschaften mit Gehölzgruppen befanden, inzwischen fast ausschließlich innerhalb von Städten und Gemeinden zu finden sind. Dort werden sie oft als problematisch wahrgenommen, und Vergrämungsmaßnahmen werden gefordert.

 

In Puchheim wurde im Jahr 2008 eine Saatkrähenbrutkolonie im Schopflachfriedhof festgestellt. Seitdem hat sich die Zahl der Nester erheblich erhöht und der Brutbereich hat sich in das angrenzende Wäldchen ausgedehnt. Außerdem gibt es seither immer wieder Splitterbereiche.

 

Bereits seit dem Jahr 2011 führt die Stadt verschiedene Vergrämungsmaßnahmen durch, die stets im Vorfeld von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden mussten. In diesem Jahr durfte erstmals ein Falkner tätig werden, um problematische Splitterbereiche zu verhindern. In den Randbereichen der Hauptkolonie wurden BirdGards installiert, um diese Bereich krähenfrei zu halten. Außerdem wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, ein Teil der Saatkräheneier entfernt und durch Gipseier ersetzt. Seit Beginn der Maßnahmen im Jahr 2011 gab es in diesem Jahr erstmals deutliche Erfolge. Die Gesamtzahl ist deutlich zurückgegangen und in einigen problematischen Bereichen entspannte sich die Situation deutlich. In anderen Bereichen stellte sich leider nicht die gewünschte Entspannung ein. Als wichtigster Erfolg kann die Besiedlung des Wäldchens an der Eichenauer Straße betrachtet werden, da es hier erstmals gelungen ist, die Krähen in einen Bereich außerhalb des direkten Siedlungsbereichs zu vergrämen. Der Schutz dieser Neuansiedlung ist daher sehr wichtig.

 

Auch weiterhin wird sich die Stadt bemühen, die Situation für die Anwohner zu verbessern, sie ist dabei aber immer von den Genehmigungen durch die Höhere Naturschutzbehörde abhängig. Die Auswirkungen der Maßnahmen und die Entwicklung der Brutkolonie werden jedes Jahr in einer Begleituntersuchung dokumentiert und auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Die aktuelle Begleituntersuchung ist fertiggestellt und nachstehend als PDF-Datei verfügbar. Sie erhalten sie aber auch im Umweltamt im Rathaus, Poststraße 2, Zimmer 204.

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