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Seniorenbürgerversammlung im Puchheimer Kulturcentrum PUC

Seniorenbürgerversammlung 2018
Erster Bürgermeister Norbert Seidl begrüßte die Puchheimer Seniorinnen und Senioren zur diesjährigen Seniorenbürgerversammlung.

Der Einladung zur diesjährigen Seniorenbürgerversammlung ins Kulturcentrum PUC folgten am 20. Juni 2018 ungefähr 50 interessierte Puchheimer Seniorinnen und Senioren, um sich über seniorenspezifische Themen und Entwicklungen in der Stadt Puchheim zu informieren.

 

Nach einer Begrüßung gab Erster Bürgermeister Norbert Seidl in seinem Bericht neben einem Ausblick auf Veranstaltungen in den kommenden Monaten einen Überblick zu den wichtigsten Ereignissen und Entwicklungen des vergangenen Jahres. Dabei widmete er sich schwerpunktmäßig dem Thema Geothermie Puchheim und den am 22. Juli hierzu anstehenden Bürgerentscheiden.

 

Im Rahmen seiner Ausführungen zur Geothermie erläuterte der Bürgermeister zunächst, wie Geothermie grundsätzlich funktioniert und wie die Umsetzung des Projekts in Puchheim konkret geplant sei. Er ging darüber hinaus auf Nutzen und Chancen von Geothermie, die geplanten Sicherungsmaßnahmen in Puchheim sowie den Umgang und die Haftung bei möglichen Schäden ein. Resümierend vertrat er die Position, dass er aufgrund des aktuellen Stands der Wissenschaft und der Aussage von Experten, Geothermie sei im Umfeld Münchens sehr sicher, guten Gewissens zu dieser Technologie stehen könne.

 

Verena Weyland vom Amt für Soziales stellte anschließend die im März dieses Jahres eingeführte offene Seniorensprechstunde vor, die immer dienstags von 9 bis 12 Uhr in der Außenstelle des Rathauses am Alois-Harbeck-Platz 2 stattfindet.

 

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Karl-Heinz Türkner, ging danach auf die wichtigsten Aktivitäten und Veranstaltungen des Seniorenbeirats in den vergangenen zwölf Monaten ein und verwies dabei auch auf die Homepage www.seniorenbeirat-puchheim.de mit allen wichtigen Informationen sowie auf die gemeinsam mit dem Behindertenbeirat für den 1. September geplante Veranstaltung „Mobilität für alle“. Ebenso erläuterte er das vom Seniorenbeirat forcierte Projekt „Puchheimer Insel“, von dem man sich eine Bündelung der Beratungsleistungen an Senioren erhoffe. Er nahm Stellung zum Stand des barrierefreien Ausbaus des Puchheimer S-Bahnhofs und äußerte sich in diesem Zusammenhang kritisch zur Haltung der Stadt Puchheim, die mit der Zustimmung zum Umbau des Mittelbahnsteigs und dem gleichzeitigen Verzicht auf den Bau eines Außenbahnsteigs zwar eine barrierefreie aber aus Sicht des Seniorenbeirats keineswegs bürgerfreundliche Lösung präferiere.

 

Verena Bauer, Ansprechpartnerin der Initiative „Wohnen für Hilfe“ im Landratsamt Fürstenfeldbruck, berichtete anschließend von der mittlerweile einjährigen Erfahrung mit dem Projekt, das Senioren und junge Leute zusammenbringen möchte. Senioren überlassen hierbei meist Studenten oder Auszubildenden Wohnraum, verlangen dafür keine Miete – lediglich die Nebenkosen werden über eine Pauschale abgegolten. Im Gegenzug erhalten sie pro Quadratmeter überlassenem Wohnraum ungefähr eine Stunde Hilfe im Monat. In Puchheim gebe es inzwischen vier solcher Wohnpatenschaften, die Erfahrungen seien bislang positiv. Das Landratsamt sei bei der Auswahl der geeigneten Wohnungspartner vermittelnd und begleitend tätig und stehe allen Interessenten für Auskünfte zu den genauen Voraussetzungen und Bedingungen zur Verfügung.

 

Bevor sich der Bürgermeister nach der Pause konkret den Anfragen der Seniorinnen und Senioren widmete, ging er auf die vorangegangenen Äußerungen des Vorsitzenden des Seniorenbeirats bezüglich des barrierefreien Ausbaus des Puchheimer Bahnhofs ein. Er wies auf die rechtlichen Vorgaben, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für den Ausbau des Puchheimer Bahnhofs hin. Ein freies Verfügen finanzieller Mittel sei hier nicht einfach möglich, man müsse mit den vorhandenen Tatsachen konstruktiv umgehen. Der Stadtrat habe sich klar positioniert und auch den Bau eines Außenbahnsteigs präferiert, die Bahn hielte aber die barrierefreie Erschließung des Mittelbahnsteigs für ausreichend, mit einem weiteren Bahnsteig sei der Bahnhof übererschlossen. Auch mehrere Fragen der Anwesenden bezogen sich auf den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs. In einer Frage wurde unter anderem thematisiert, dass im Falle des Ausfalls des Aufzugs eine zweite Möglichkeit vorhanden sein müsse, auf den Bahnsteig zu gelangen oder ihn zu verlassen. Bürgermeister Seidl erläuterte hierzu, dass die Stadt darum kämpfen würde, einen weiteren Notabgang zu realisieren. Die Stadt könne auf eigene Kosten den Standard erhöhen, und er ginge davon aus, dass der Stadtrat dazu bereit sei. Weitere Fragen betrafen das Geothermieprojekt und den Umgang mit möglichen Schäden sowie den Mindestabstand zwischen zwei Bohrungen, den der Bürgermeister mit zwei Kilometern bezifferte. Auch wurde unter anderem der Wunsch und Bedarf an Hilfsdiensten für Senioren wie Fahrdienste, Handwerker oder Assistenten, die z.B. bei der Abwicklung von Schriftverkehr behilflich sein könnten, geäußert.

 

Um 17.30 Uhr beendete der Bürgermeister die Seniorenbürgerversammlung.

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