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Stadt Puchheim  |  E-Mail: info@puchheim.de  |  Online: http://www.puchheim.de

Bürgerbrief

Erster Bürgermeister Norbert Seidl

Liebe Puchheimerinnen, liebe Puchheimer,

 

ich finde, Geothermie in Puchheim ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung vor Ort, und ich finde, es ist ein richtiger Baustein. Deswegen habe ich mich bisher sowohl als Stadtrat als auch als Bürgermeister für die Realisierung der Geothermie eingesetzt. Deswegen hat der Stadtrat dieses Projekt von Anfang an befürwortet und die jeweiligen Bürgermeister beauftragt, sich für die Umsetzung der Geothermie zu engagieren. Diese Grundeinstellung hat sich auch nach der „Situation Poing“ nicht verändert und wurde in der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses am 6. Februar 2018 deutlich bestätigt.

 

Poing hat jedoch eine weit kritischere und intensivere Auseinandersetzung mit Geothermie gebracht. Diese Diskussion kann nur positiv sein. Obwohl die Stadt seit vielen Jahren über Geothermie immer wieder informiert hat (schon ausführlich in der Bürgerversammlung am 9. November 2016 und im Rahmen der Änderung des Bebauungsplanes Nr. 38), hielt sich das Interesse in Grenzen. Wenn jetzt eine breitere Öffentlichkeit, aus welchen Motiven auch immer, sich informieren will, ist das gut so. Auch die politischen Vertreter im Stadtrat haben sich von einem anderen Blickwinkel aus mit Geothermie befasst und auf die vielen Fragen Stellungnahmen erwartet, aber auch erhalten. Der Stadtrat steht zu seiner Entscheidung, den Weg hin zu einer Energiewende mittels geothermischer Energieproduktion zu verfolgen.

 

Der Stadtrat sieht in einem Bürgerbegehren ein legitimes demokratisches Verfahren, in dem die Bürgerinnen und Bürger bezüglich ihrer Einstellung für oder gegen Geothermie gefragt werden. Dies beurteile ich ganz genauso: Man kann nicht dauernd nach Beteiligung und Partizipation rufen und dann, wenn etwas konträr läuft, plötzlich dagegen sein. Es ist das gute Recht der Zivilgesellschaft darüber abzustimmen, ob Geothermie für Puchheim Nutzen bringt. Jedoch sollten bei einer Abstimmung wesentliche Regeln eingehalten werden, also mit Fairness und Anstand um Stimmen geworben werden. Nach meinem persönlichen Politikverständnis gehören Panikmache, Behauptungen ohne Beweiskraft und zusammenhanglose Fakten nicht zur political correctness. Es liegt in der Natur der Sache, dass jede Seite der jeweils anderen einseitige Informationspolitik vorhält. Deswegen bitte ich Sie, setzen Sie sich mit den Argumenten beider Seiten auseinander; überlegen Sie, welche Erklärungen Sie für nachvollziehbar halten; beurteilen Sie die jeweiligen Begründungen auch im Lichte des Allgemeinwohls, das für die Stadt immer über den Einzelinteressen zu stehen hat.

 

Geothermie in Puchheim ist weder eine „fixe Idee des Bürgermeisters“ noch gibt es irgendwelche „persönliche politische Profiteure“. Geothermie ist der ernstgemeinte Wille, mit der Nutzung regenerativer Energie Verantwortung für Ökologie und Generationengerechtigkeit zu übernehmen. Dies möchten wir Ihnen, liebe Puchheimerinnen und Puchheimer, in den nächsten Monaten erklären.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Norbert Seidl

Erster Bürgermeister

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