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Vom Nivelliergerät zum Superlaser - Wirtschaftsempfang für die photoelektronische Industrie im Kulturcentrum PUC

Photonics P Wirtschaftsempfang
Vier Start-up-Unternehmen präsentierten sich bei der von Wirtschaftsreferentin Karin Kamleiter (im Bild rechts) moderierten Talkrunde(v.l.n.r.): Maximilian Felsner (Social-Bee), Catherine Weber und Hendrik Zymolka (Maple Marketing), Erwin Metz und Andreas Schmidt (LiveCycle) sowie Dr. Thomas Maier-Eschenlohr (Landpack).

Durch die Ansiedlung mehrerer Firmen aus der photoelektronischen Industrie ist in Puchheim ein Wirtschaftsschwerpunkt entstanden, dem die Stadt Puchheim mit der Clusterveranstaltung Photonics P am 9. Februar 2017 im Kulturcentrum PUC einen besonderen Themenabend widmete.

 

Erster Bürgermeister Norbert Seidl begrüßte die eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen, die sich auf die Arbeit mit Licht und Laser spezialisiert und in Puchheim und Umgebung niedergelassen haben, sowie die weiteren Gäste. „Wir möchten Ihnen vermitteln, dass Puchheim nicht irgendein Gewerbegebiet ist, sondern eine Stadt mit Geschichte, mit Identität und mit Ideen.“ Dies machte Seidl durch die Präsentation eines Nivelliergeräts der Firma Ertel sichtbar. Denn die Geschichte dieses Unternehmens ist gleichzeitig der Anfang der Laserindustrie in Puchheim.

 

Stadtarchivar Werner Dreher brachte mit seinem Vortrag und der Präsentation der neu herausgegebenen Broschüre „Von Reichenbachs Werkstatt zum Ertel-Werk in Puchheim“ Licht in die über einhundertjährige industrielle Geschichte des ruhmreichen Unternehmens Ertel. Dessen Nivellierinstrumente und Theodoliten wurden in den 50er-Jahren zum „Verkaufsschlager im In- und Ausland“. In den 70er-Jahren war das Ertel-Werk in Puchheim einziger Hersteller des vollautomatischen Vertikal-Laser-Instruments.

 

Während das Ertel-Werk in den 80er-Jahren Konkurs anmeldete, entwickelte sich das Laserlicht inzwischen als das Werkzeug des 21. Jahrhunderts. Wie die Photonik Grenzen in der Physik, der Medizin und der Informationstechnologie sprengen kann, erklärte Konstantin Khrennikov vom Exzellenzcluster Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) sehr eindrucksvoll und unterhaltsam. Er berichtete über seine Arbeit im interdisziplinären Exzellenzcluster, einer Kooperation der Ludwig-Maximilians-Universität, der Technischen Universität München und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik. Der dort entwickelte Superlaser beispielsweise, bei dem zehn Laserstrahlen zu einem einzigen superkonzentrierten Lichtstrahl gebündelt werden, könnte in der Zukunft als Teilchenbeschleuniger in der Medizin zur Bekämpfung gegen Krebs eingesetzt werden.

 

Im Rahmen einer Mikromesse und einer Talkrunde, moderiert von Puchheims Wirtschaftsreferentin Karin Kamleiter, stellten sich vier Start-up-Unternehmen vor, die innovative Geschäftsideen nach Puchheim brachten.

 

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern bayern photonics e.V. und dem Exzellenzcluster Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) bot die Veranstaltung den Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beim anschließenden gemeinsamen Abendessen die Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen. Das musikalische Rahmenprogramm des Abends gestaltete Frank Wunderer mit seiner StreicherBigband Bluestrings.

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