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Stadt Puchheim  |  E-Mail: info@puchheim.de  |  Online: http://www.puchheim.de

Saatkrähenmanagement

Umweltamt bittet um Mithilfe

Die Puchheimer Bürger werden gebeten, dem Umweltamt neue Saatkrähen-Splitterkolonien zeitnah zu melden.
Brütende Krähen

Bereits vor einigen Jahren hat sich im Puchheimer Schopflachfriedhof und dem angrenzenden Wäldchen eine Saatkrähenbrutkolonie angesiedelt. Lebten dort im Jahr 2008 nur wenige Brutpaare, so hat sich deren Zahl inzwischen auf ca. 330 Brutpaare erhöht. Mit zunehmender Anzahl an Brutpaaren häufen sich die Beschwerden über den Lärm der Vögel und die Verschmutzungen von Gräbern, Autos, Häusern und Gärten.

 

Seit 2012 führt die Stadt Puchheim verschiedene Maßnahmen durch, wie z.B. das Entfernen von Nestern vor der Brutsaison, das Umsetzen von Nestern und das Anbringen von Helium-Ballonen, um den Anliegen der betroffenen Anwohner gerecht zu werden, aber dabei auch die Belange des Naturschutzes - Saatkrähen sind als europäische Vogelart nach § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders geschützt und ganzjährig geschont – zu berücksichtigen. Die durchgeführten Maßnahmen und die Entwicklung der Brutkolonie werden jährlich in einer Begleituntersuchung dokumentiert. Die Berichte können auch im Umweltamt, Zimmer 204, eingesehen werden.

 

Da, wie in vielen anderen Städten auch, die Maßnahmen bisher nicht zum gewünschten Erfolg führten, werden neue Wege gesucht. Für die kommende Brutsaison stellte die Stadt Puchheim einen Antrag für verschiedene ergänzende Vergrämungsmaßnahmen bei der Höheren Naturschutzbehörde. Dieser beinhaltet das Anbringen von Vogelschutznetzen, um die Saatkrähen in besonders problematischen Bereichen am Nestbau zu hindern und das Entfernen eines Teils der Eier, um so die Zahl der Krähen zu reduzieren.

 

Eine mögliche Folge der Vergrämungsmaßnahmen ist das Entstehen von Splitterkolonien. Derzeit scheint sich eine am Sprengerinwäldchen etabliert zu haben. Für das Umweltamt ist es sehr wichtig, zu wissen, wo innerhalb des Siedlungsgebiets neue Nester gebaut werden. Daher bittet das Umweltamt die Puchheimer Bürger um Mithilfe. Sollten Sie feststellen, dass in der kommenden Nestbauphase (ab Ende Februar) Saatkrähennester außerhalb der derzeit bekannten Gebiete gebaut werden, so wäre es eine große Hilfe, wenn Sie dies zeitnah dem Umweltamt melden würden. Da Saatkrähen, im Gegensatz zu den sehr ähnlich aussehenden Rabenkrähen, Koloniebrüter sind, werden meist mehrere der großen Nester eng beieinander in die Gipfeln hoher Bäume gebaut.

 

Mit den Maßnahmen zur Brutsaison 2017 wurde bereits begonnen. Ende Dezember wurden zahlreiche Nester aus den Konfliktbereichen entfernt. Die nächste Maßnahme wird dann, vorausgesetzt die erforderliche Genehmigung hierfür wird erteilt, das Anbringen der Vogelschutznetze im Februar, rechtzeitig vor Beginn des Nestbaus, sein.

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